Presse und Berichte des Jahres 2007
Quelle: Uschi Fanelsa-Vetter vom 01.06.2007
Pfingsten mit den Les Petits Lamartiniens
(aus der Sicht von Uschi Fanelsa-Vetter und Jürgen
Vetter)
Pfingsten
und somit der Gegenbesuch unserer Partnergruppe Les Petits Lamartiniens sowie
die 175-Jahr-Feier des Hambacher Festes standen bevor, als sich die aktiven
Tänzer der Trachtengruppe am Freitag, den 25.05.2007 zu später Stunde (gegen
22:00 Uhr) im Gruppenheim trafen. Nach einer kurzen Tanzprobe von ca 1 Stunde
erwarteten wir den Anruf unserer Gäste, dass diese die Grenze bei Lauterbourg
erreicht haben um diese an der Raststätte Pfälzer Weinstraße abholen zu können.
Erst gegen 0:30 Uhr riefen diese an und teilten uns mit, dass sie nun kurz vor
der Raststätte seien und abgeholt werden wollten. Nach einem kurzen
Zwischenstopp im Gruppenheim zur Quartiervergabe gingen alle mit den
Gastfamilien nach Hause und auch bald schlafen.
Bereits ein paar Stunden später um 10:00 Uhr nutzten fast
alle die Möglichkeit an einer Stadtführung mit Rudi teilzunehmen. Zum
Mittagessen gab es entweder etwas in den Gastfamilien oder in einem Restaurant
bevor es um 14:30 Uhr bei warmen, fast heißen Temperaturen hieß ‚Hinauf
Trachtenträger, zum Schloß, zum Schloß!’
Dort
waren wir Teil des bunten Programms auf der Europabühne, wo wir mit unseren
französischen Freunden von 16:00 Uhr bis 16:30 Uhr auch gemeinsame Tänze
zeigten. Die Gruppen vor und nach uns zeigten u.a. die Geschichte des Hambacher
Festes, sangen Freiheitslieder, zeigten polnische Tänze etc. Abends trafen wir
uns alle im Gruppenheim zu einem gemütlichen Abend. Dieter Hockenberger und
seine fleißigen Helfer hatten ein tolles, reichhaltiges und abwechslungsreiches
Buffet mit Wurst, Fleischkäse, Salaten, Zwiebelkuchen, Pfälzer Leber- und
Griebenwurst sowie Schwartenmagen, Käse und Brot gezaubert. Jeder hat etwas
gefunden und es hat allen sehr gut geschmeckt. Die Unterhaltungen verebbten erst
gegen Mitternacht, die Helfer in der Küche mussten dann noch aufräumen, abspülen
etc. Hierfür allen Helfern herzlichen Dank!
Der
Sonntag stand ganz im Zeichen des Deutschen Jugendtrachtentreffens in
Saarbrücken. Daher mussten wir um 10:00 Uhr mit dem Bus wegfahren, in Lambrecht
stiegen Katja und Sophia mit ihren Gästen zu. Nun war der Bus voll besetzt und
die Fahrt wurde fortgesetzt. Teils über die Landstraße, teils über die Autobahn
begleitete uns das trübe und regnerische Wetter. In Saarbrücken angekommen
machten wir uns auf den Weg zu dem von Rudi ausgesuchten Picknickplatz. Zum
Glück war dort eine Brücke, denn es regnete und jeder war froh um ein trockenes
Plätzchen. Fleißige Helfer richteten belegte Brötchen, so dass jeder einfach nur
zugreifen musste. Auch hier gab es wieder eine tolle Auswahl mit Wurst, Käse und
Obst. Zur allgemeinen Erheiterung trugen nicht nur die Schürzen der Les Petits
Lamartiniens bei, die diese zum Schutz der Trachten beim Essen trugen, sondern
auch die Damentoilette. Das klingt absurd, aber die Damentoilette des nahe
gelegenen Biergartens ist etwas Besonderes. In dem Toilettenhäuschen befanden
sich zwei Toiletten, jedoch nur eine Türe. Aber, die französischen Damen wussten
sich schnell zu helfen. Während eine die Toilette benutzte stand eine andere im
Türrahmen und breitete ihren Rock aus, so dass dieser als Sichtschutz diente.
Das sah vielleicht lustig aus, schade dass ich hiervon kein Foto gemacht habe!
Nach unserem Picknick fuhren wir weiter zum Aufstellungsort in Saarbrücken um am
Umzug teilnehmen zu können. Das Wetter hatte sich gebessert, es hat aufgehört zu
regnen und teilweise kam sogar kurz die Sonne durch. Am Aufstellungsort trafen
wir unsere Freunde auch Neustadt/Holstein und auch aus Lindau am Bodensee.
Leider
begann der Umzug mit Verspätung und ging auch nur schleppend voran. Fast könnte
man sagen, 5 Meter gehen, 5 Minuten stehen. Als wir etwa die Hälfte des spärlich
von Zuschauern beflankten Weges hinter uns hatten sahen wir den Grund für das
dauernde Stocken. Vor dem Kaufhaus Karstadt wurden die Gruppen vorgestellt und
die meisten Gruppen zeigten ihr tänzerisches oder musikalisches Können. Eine
Fernsehkamera sahen wir jedoch nicht. Durch diese Tanzeinlagen wurde der Umzug
so auseinander gezogen, dass auch wir den Anschluss verpassten und uns dann den
Weg zurück zum Schloß alleine suchen mussten. Nun hatten wir etwas Zeit uns die
Darbietungen der anderen Gruppen oder das Fest anzuschauen. Ab 18:00 Uhr gehört
die Bühne am Schlossberg (leider nicht die Hauptbühne am Schloß) für ca 40
Minuten uns und unseren Freunden und wir zeigten wiederum auch wieder gemeinsame
Tänze. Die Heimfahrt verlief recht ruhig, einigen schliefen, andere spielten und
vor allem die französischen Kinder und Jugendlichen zogen sich um. Den
restlichen Abend verbrachten einige zu Hause, andere im Restaurant und wieder
andere beim Grillen bei Freunden. Man hörte munkeln, dass sogar die eine oder
andere noch bis 4:00 Uhr morgens in der Disko war. Das nenne ich
Durchhaltevermögen.
Am
Montag trafen wir uns um 11:00 Uhr / 11.15 Uhr um wieder auf das Hambacher
Schloß zu fahren. Diesmal spielte das Wetter nicht so toll mit, denn es war kühl
und regnerisch. Trotzdem zeigten wir auf der Europabühne unsere Tänze sowohl
jede Gruppe einzeln als auch gemeinsam. Zurück im Gruppenheim zogen sich die Les
Petits Lamartiniens um, einige Neustadter taten es ihnen gleich. Dank Dieter
Hockenberger und seinen Helfern erwartete uns im Gruppenheim ein warmes
Mittagessen mit Salat, Nudeln und Hackfleisch- oder Ratatouillesoße. Der
Nachtisch, es gab Eis, war bei den Jüngeren besonders beliebt. Nach dem
Überreichen der Gastgeschenke - wir erhielten Wein, Salami und Kirschen, unsere
Freunde erhielten jeder ein Schoppen- oder ein Viertelglas, eine Postkarte und
die letzte Festschrift der Trachtengruppe – hieß es Abschied nehmen. Jeder wurde
mit Küsschen rechts, Küsschen links verabschiedet ehe der Bus gegen 16:00 Uhr am
Gruppenheim abfuhr. Für die Neustadter hieß es dann ‚bitte in der Küche helfen’,
denn die Spülmaschine hatte ihren Geist aufgegeben und konnte jetzt erst und nur
notdürftig repariert werden. Für diesen Tag auch vielen Dank an alle Helfer.
Wir verbrachten mit unseren Freunden ein tolles und angenehmes Wochenende und freuen uns auf ein Wiedersehen 2009 in Mâcon anlässlich des 60-jährigen Bestehens der Les Petits Lamartiniens.
(FaVe)